Mangia bene, ridi spesso, ama molto - Die perfekte italienische Pizza

Mangia bene! (Iss gut!)

Ridi spesso! (Lache oft!)

Ama molto! (Liebe viel!)

Keine andere Lebensphilosophie trifft für mich den Sinn des Lebens so, wie diese italienische Weisheit. Oft braucht es nicht viel zum Glücklichsein, aber ein gutes Essen gehört definitiv dazu.

 

Gerade jetzt während der Corona-Krise vermisse ich die Tagesausflüge oder Reisen in unser italienisches Nachbarland besonders. Denn was gibt es Besseres als mit einer Portion Pasta und einem Gläschen Wein in einem kleinen Ristorante am Meer zu sitzen und das Leben zu genießen.

 

Damit wir zu Hause zumindest ein bisschen Italien-Feeling haben, steht bei uns derzeit jede Menge italienisches Soulfood am Speiseplan. Heute möchte ich mich daher einem italienischen Klassiker widmen, der Pizza.

 

Das Pizzabacken hat in meiner Familie eine langjährige Tradition, die wohl auf meine süditalienische Oma zurückzuführen ist. So hatten meine Großeltern einen großen gemauerten Pizzaofen in ihrem Garten stehen, um den sich oft die ganze Familie und Freunde versammelten, um gemeinsam Pizza zu backen. Da aber nicht jeder den Luxus besitzt, einen eigenen Pizzaofen zu haben, backen meine Eltern und ich unsere Pizzen heute einfach immer im Kugelgrill.

  

Der Legende nach entwickelte die Pizza, wie wir sie heute kennen, ein Koch namens Raffaele Esposito zu Ehren der Königin Margherita von Savoia. Diese ließ den Besitzer der besten neapolitanischen Pizzeria bei ihrem Besuch in Neapel zu sich in den Palast rufen, um für sie zu kochen. Inspiriert von der italienischen Flagge servierte dieser ihr eine Pizza mit roten Tomaten, weißem Mozzarella und grünem Basilikum.

 

Bis heute braucht es nicht viel mehr für eine gute Pizza!

 

Ein Pizzateig besteht aus 4 Zutaten: Mehl, Wasser, Germ und Salz – und dennoch ist eine gute Pizza nicht so einfach zu backen. Die Qualität der verarbeiteten Zutaten ist ausschlaggebend für das Endprodukt. Deshalb habe ich hier die wichtigsten Informationen für euch zusammengetragen:

 

Mehl: Für einen Pizzateig verwendet man Weizenmehl, wobei der Glutenanteil eine große Rolle spielt, da das Gluten  für die notwendige Elastizität des Teiges sorgt. Nur wenn dieser elastisch ist, lässt er sich dünn ausrollen ohne zu reißen. Daneben sorgt Gluten dafür, dass der Teig richtig aufgeht, was für einen weichen, aber trotzdem knusprigen Boden wichtig ist. Ideal ist Pizza-Mehl der italienischen Type 00. Dieses kauft ihr am besten in Italien oder einem italienischen Supermarkt.

 

Wasser: Damit der Teig perfekt aufgeht, empfehlen die italienischen Pizzaioli, stilles Mineralwasser statt Leitungswasser zu verwenden.

 

Germ: Diese sollte in sehr geringem Ausmaß in den Teig kommen und entfaltet ihre Treibkraft nur unter bestimmten Bedingungen: Sie reagiert positiv auf Wärme und wird mit Stärke und Zucker gefüttert, andererseits verträgt sie keine Kälte oder Zugluft.

 

Salz: Dieses sollte ausreichend in den Teig kommen, da im Normalfall der Pizzabelag nicht mehr extra gesalzen wird. Ich versuche auch hier immer hochwertiges, jodhaltiges Salz zu verwenden.

Damit ihr nun selbst gleich die perfekte italienische Pizza zubereiten könnt, habe ich lange recherchiert und bin eigentlich immer auf das nahezu identische Mischungsverhältnis der 4 Zutaten für den perfekten Pizzateig gekommen. Wichtig ist es auch, dem Teig eine lange Gärzeit (24 Stunden) zu gewähren, damit er sich voll entfalten kann.

 

So und nun ist es Zeit, dass auch ihr euch ein Stück Italien nach Hause holt! Viel Freude beim Nachbacken!

 

Hier geht es zum Rezept

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